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Mit diesen neuen Förderungsmaßnahmen (beginnend 1989) hat sich nun das Kleinbühnenkonzept in den Förderungsbereich der freien Gruppen verschoben
Ihr Ursprungsgedanke - innovatives experimentelles Theater zu fördern - hat damit wieder Berechtigung gefunden. Aus dem Kleinbühnenkonzept wurde somit das Freie-Gruppen-Konzept, für das es jetzt eine eigene Abteilung im Kulturamt der Stadt Wien gibt.
Ihm gegenüber steht das neue Mittelbühnenkonzept (Herbst 1990). Demnach fällt jetzt die Unterscheidung in Mittel- und Kleinbühnen weg, es gibt jetzt nur noch Privattheater, die gemessen an ihrer Größe und ihren Kulturauftrag gefördert werden.
Für jedes dieser Häuser (derzeit in Wien 25 Privattheater) gibt es eigene Förderungskriterien.

Ein ideale Förderungssystem für freie Gruppen gibt es noch nicht. Denn die Erfahrung zeigt, dass mit zunehmender Zahl der Gruppen das Vergabesystem komplizierter wird. (Konnten zu Beginn der Freie-Gruppen-Szene 1980 die Leute von den Subventionen ihre Kosten noch abdecken, so ist dies jetzt nicht mehr möglich.)

Quelle
Doris Hirschbüchler: Zur Situation der freien Gruppen in Wien. Wien: Dipl.masch. 1991, S. 87.