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Die Schaubude um Werner Stolz ist Wiens älteste Freie Gruppe. Ihre Ursprünge reichen bis 1977 zurück, wo sie als arbeitslose Schauspieler, Regisseure und Dramaturgen aufgrund mangelnder adäquater Arbeitsmöglichkeiten das Theater selbst in die Hand nahmen. Damals waren sie noch im politisch orientierten Theater bemüht - im "Dunstkreis der ersten Arena-Bewegung" [...]. "Damit lagen wir schief", hat Werner Stolz heute [1990] Abstand von diesen Ursprungskonzepten gewonnen. "Der Trend geht heute weg vom Politischen hin zum Privaten", so Stolz weiter. Nach einer Pause, die von 1981 bis Anfang 1984 dauerte, hat die Schaubude einen neuen Anfang genommen. Ihr letztes größeres Projekt war die Zusammenarbeit mit Aids-Betroffenen. Auf diese Weise wurde eine andere Perspektive von Theater und Leben gegeben, in dem der Körper als Einschreibfläche für Unterdrückung szenisch sichtbar wurde. Als Ergebnis einer fast dreijährigen Laborarbeit im Dramatischen Zentrum [1971-1989] entstanden mehrere Einzelproduktionen. Das wohl interessanteste Ergebnis war im Oktober 1989 im Konzerthauskeller [ab 1990/91 die theaterkonzerthaus] zu sehen, mit dem Titel Prometheus oder Die Olympi kommen mit der Spielvorlage Prometheus nach Aischylos. Quelle: Doris Hirschbüchel: Zur Situation der freien Gruppen in Wien. Wien: Dipl.masch. 1991, S. 31. |