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Zu den Subventionen im Bereich "Privattheater" und "freie Gruppen" 1990

1990 standen 425 Millionen Schilling (ca. 30,9 Mio. Euro) für die Wiener Theater zur Verfügung, wobei das Kulturbudget für Wien insgesamt 1,294 Milliarden Schilling (94 Mio. Euro) betrug (was eine Erhöhung von 287 Mio. Schilling bzw. 20,8 Mio. Euro gegenüber den vorangegangenen Jahren vor 1990 bedeutete); davon gingen im Jahr 1990 allein 250,7 Mio. Schilling an die Vereinigten Bühnen Wien, also nahezu der gesamte Betrag, um den das Wiener Kulturbudget erhöht worden war; der Hauptanteil davon ging mit 141,2 Mio. Schilling in das Theater an der Wien; 52 Mio. an das Ronacher und weitere 57,5 Mio. an das Raimundtheater.

1990 gab es in Wien 25 Privattheater (Groß-, Mittel- und Kleinbühnen ohne Bundestheater) sowie 135 "freie Gruppen". Von den 425 Mio., abzüglich der Subventionsgelder für die Vereinigten Bühnen Wien in der Höhe von gesamt 250,7 Mio. S., blieben also nur noch 174,3 Mio. S.
Diese gingen an Theater in der Josefstadt (knapp 58 Mio. S.), Volkstheater (ca. 50 Mio. S.), Theater der Jugend (33,5 Mio. S.), Schauspielhaus/Theater "Der Kreis" (11,3 Mio. S.) und Kammeroper (über 7 Mio. S.).
In welcher Höhe die anderen 20 Privattheater subventioniert wurden, ist unklar; der verbleibende Betrag für diese wie für die "freien Gruppen" belief sich, ausgehend von den genannten 425 Mio. S., auf nicht mehr als ca. 14 Millionen Schilling.

Großbühnen
Vereinigte Bühnen Wien
inkl. Theater an der Wien und Raimundtheater 250,7 Mio. S.
Theater in der Josefstadt und Kammerspiele 58 Mio. S.
Volkstheater ca. 49 Mio. S.

Mittelbühnen
Theater der Jugend 22,5 Mio. S.
Schauspielhaus (Theater "Der Kreis") 11,3 Mio. S.
Wiener Kammeroper 7 Mio. S. Ensemble Theater am Petersplatz -

Freie Gruppen ca. 14 Mio. S. für mehr als 100 "freie Gruppen"

Publikum
Die Produktionen der "freien Gruppen" erreichten ca. 34-41 % des Wiener Publikum, bei einer Subvention von knapp 2,5 % der Theaterbudgets.

Quellen
* Vgl. Hirschbüchler 1991, S. 18.
** Vgl. Hirschbüchler 1991, S. 39 (die Angaben stammten für Herbst 1990 von der damaligen Geschäftsführerin der IG freie Theaterarbeit, Ruth Matzinger).