City Kino (1937-16.03.1969)












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City Kino

Heiligenstädter Straße 95
Fassungsraum: 371

(Das Foto zeigt den Innenraum eines Kinos, das von Architekt Egon Riss gestaltet wurde. Ob es sich dabei um das City Kino handelt, ist unklar. Foto: Österreichische Kunst, 9. Jg., Heft 3, Wien 1938, S. 16.)
Café Döblingerhof
Die Stachelbeere (Kabarett, 1933/34)
Die Stachelbeere
Billrothstraße
Fassungsraum: -
In den Räumen des Café Döblingerhof eröffnete das Kabarett Die Stachelbeere im Sommer 1933 unter der Leitung von Rudolf Spitz.

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Döblinger Kinematik-Varieté Theater (1913-1914)
Döblinger Kinematik-Varieté Theater
Billrothstraße 31

1913 gründete der Wiener Kino-Beleuchtungsinspektor Josef Schönberger an dieser Adresse. Wenige Monate später verlegte er das Kino mitsamt dessen Konzession an die Billrothstraße 21 und nannte es in Döblinger Kino um (siehe Döblinger Kino).
IErstes) Döblinger Kino - Döblinger Tonkino (1914-geschlossen)
(Erstes) Döblinger Kino
Billrothstraße 21

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Ideal Kino (1913-31.03.1970*)
Ideal Kino
Döblinger Hauptstraße 74
Fassungsraum: 307

Von 1922 bis 1926 waren die Ideal Lichtspiele ein Freiluftkino.

1931 führte man auch hier den Tonfilm ein, und 1932 wurde als besonderes Kennzeichen des Ideal Kinos ein Wetterdach errichtet, das vor allem für Reklamezwecke diente - so wurde dort etwa der Name des Kinos in 40 cm großen Buchstaben angebracht.
Die Ideal Lichtspiele waren bis 1938 im Eigentum des Ehepaares Leopold und Rosa Mößlinger. Mit 26. Juli 1938 wurde der Besitz gedrittelt und als weitere Besitzerin trat zu 1/3 Dr. Luise Reinhold hinzu. Der Name der Eigentümer, einer offenen Handelsgesellschaft, lautete 1945 auf den Firmennamen „Ideal-Lichtspiele – Möslinger & Co.“.

Aufgrund der Zugehörigkeit zweier der drei Eigentümer:innen zur NSDAP – Leopold und Rosa Mößlinger waren ab Oktober Anwärter auf die NSDAP-Mitgliedschaft und ab 1942 Mitglieder – wurde das Kino nach Kriegsende unter öffentliche Verwaltung gestellt: Ab der Wiedereröffnung am 17. August 1945 war dies zuerst vonseiten des Bundes der österreichischen Lichtspieltheater die ehemalige Aktivistin der Widerstandsbewegung Käthe Binder und ab 20. September 1945 Wiens öffentlicher Verwalter, Dr. Alfred Migsch; Geschäftsführerin blieb Dr. Luise Reinhold.
Migsch wies in seinen Unterlagen darauf hin, dass das Kino zu 2/3 im Eigentum von Nationalsozialisten stand, die daher „im Sinne des Veranstaltungsbetriebsgesetzes vom 27.7.1945 zur Führung eines Kinobetriebes nicht geeignet sind“, während Reinhold, die kein Mitglied der NSDAP gewesen war, in ihrem Beruf bleiben konnte.
Dennoch erhielten Leopold und Rosa Mößlinger monatlich 500 Schilling aus dem Betrieb an Bezügen.
Am 24. Juli 1947 wurde die öffentliche Verwaltung aufgehoben mit der Begründung, dass Reinhold als „politisch unbelastet“ eingestuft worden sei und daher bereits zum Zeitpunkt des Verwaltergesetzes vom 26.7.1946 keine Grundlagen mehr gegeben gewesen seien für eine öffentliche Verwaltung. So kam auch dieses Kino trotz seiner ehemaligen NS-Leiter wieder in deren Hände zurück.

Das Ideal Kino existierte bis 1970 (andere geben als Schließungsjahr 1981 an.)

M.Abt. 119, A27/3 – K34-K44 (K41) Ideal Lichtspieltheater (2 Mappen)
"Kasino Zögerlitz" (geschlossen)
1. Wiener Freiluftkino (1922-geschlossen)
Ideal Sommerkino / 1. Wiener Freiluftkino
Döblinger Hauptstraße 76
Fassungsraum: 400 (1922)

Bereits 1922 wurde ein Konzessionsansuchen eingereicht, um im Garten eines Wiener Lokales (Kasino Zögernitz), gleich neben dem damaligen Ideal Kino, auch im Freien Stummfilme mit musikalischer Live-Begleitung zu präsentieren.

Das Sommerkino war eines der ersten Freiluftkinos der Stadt und befand sich gleich neben dem Ideal Kino. Es hatte eine Bildfläche von 4x5 Metern und fasste nicht weniger als 400 Personen. Bei Schlechtwetter wurde ins Ideal Kino oder ins ebenfalls gleich daneben befindliche Gasthaus gewechselt.

Interessant ist übrigens auch die damalige Planung des Projektionsvorganges: Der Film wurde von einer fahrbaren Kabine mit Seitenwänden aus projiziert, die am rückwärtigen Ende des Wirtshauses aufgestellt wurde, um von hier aus durch einen feuersicher ausgekleideten Trichter die Bilder von hinten auf die Kinoleinwand projiziert. Diese historische Form der Hinterwandprojektion wurde freilich im ersten Freiluftkino der Stadt bald schon aufgegeben zugunsten eines eigens konstruierten Projektsraumes, der 1924 zum ersten Mal im Gastgarten des Kasinos Zögernitz zur Verwendung kam.
Nußdorfer Kino (1911 od. 1913-15.07.1969)










--- Nußdorfer Kino

Heiligenstädter Straße 161
Fassungsraum: 203

Die wohl bekannteste Leiterin des in einem Wohnhausneubaus eingerichteten Kinos war Anita Nitsch-Fitz. 1936 zählte das von Kurt Klaudy, Anton Liebe und Georg Lippert gestaltete Kino den damals typischen gestalterischen Anforderungen gemäß zu den vorbildlichsten der Stadt - schlicht, zweckmäßig und funktional. Das Kino wurde 1969 geschlossen.

(Foto: Österreichische Kunst, 8. Jg., Heft 3, Wien 1937, S. 7.)
Olympia Kino (1950-30.12.1971)
Olympia Kino
Sieveringer Straße 25
Fassungsraum: 571

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Roxy Kino (1936-1977 od. 1980)
Roxy Kino
Hardtgasse 1-3
Fassungsraum: 539

1936 wurde das Erste Döblinger Kino aufgelassen und dessen Leiterin Hermine Stock übersiedelte mit ihrer Konzession in das Haus Billrothstraße 22/Hardtgasse 1–3, das ihrer Mutter Marie Sonnecker gehörte und das 1935/1936 mit Förderung des Wiener Assanierungsfonds neu errichtet worden war. Stock führte das neue Kino am neuen Standort unter ihrer bestehenden Konzession ab 1937 als „Roxy Kino“ bis zu ihrem Tod weiter.

Die Kinobetreiberin weigerte sich vorerst, einen Eingliederungsantrag an die Reichsfilmkammer zu stellen, sodass ihr 1940 ein Treuhänder für ihren Betrieb zur Seite gestellt wurde. 1941 erhielt Stock schließlich für ihr Kino eine vorläufige Spielbewilligung und wurde 1944 „in die RFK inkorporiert“.

In der Nachkriegszeit wurde das Roxy Kino von Robert Kotas umgebaut.
Thalia Theater (geschlossen)
Thalia Theater
Heiligenstädter Straße 131-135
Fassungsraum: -
Universum Kino (1912-21.03.1965 od. 1967)
Universum Kino
Sieveringer Straße 3

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