Die 1919 u. a. von Egon Brecher, Issak Deutsch und Jacob Mestel gegründete Freie jüdische Volksbühne eröffnete 1920 eine kleine Spielstätte für jiddische Dramatik, die ab 1921 auch das öffentliche Interesse erweckte und zu Gastspielen, u. a. am Theater in der Josefstadt, führte. Zu den Schauspielier*innen des Ensembles, die hier oft ihre ersten Bühnenerfahrungen machten, zählten u. a. Michael Preiss und Benzion Wittler, Issak Deutsch und Jona Reismann. Man gab Stücke von Leon Korbin, Isaac Leib Peretz, Ossip Dymov, Schalom Asch und David Pinski, dessen Gott der Rache zum größten Erfolg der Bühne zählte. Trotz der Bekanntheit musste sich das Ensemble 1923 auflösen, da die finanzielle Situation zu prekär wurde.


Quellen & Links:
Theresa Dienstl: Jüdisches Theater in Wien in den 1930er - Vermittlung der jüdischen Identität. Dipl. Univ. Wien 2013.

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