In den 1870er-Jahren übernimmt Gustav Münstedt (1845-1933) die Praterhütte Nr. 142 und führt hier ein frei stehendes Hippodom, ab 1877 dann eine "Vergnügungshalle" mit Volkssängern, Akrobaten, Tierbändigern und "Sudanesenkarawanen sowie "Liliputanern".
Ab 1899/1900 werden hier "lebendige Bilder" gezeigt.
1902 erhält Mündstedt die Konzession zur Errichtung eines Kinos an der Stelle seiner Singspielhalle.
1904 lässt Münstedt einen Neubau errichten, die "Münstedts Aussellungshallen", in denen Panoramen, eine Atomatenbüffet und - in einem kleinen Saal - ein Kinobetrieb beheimatet sind.
1906 wandert das Kino in den großen Saal der Anlage.

Münstedt leitete das Kino bis zu seinem Tod im Jahre 1933, danach führten es seine Erbe, Nikolaus und André Marcell - nach Hans Pemmer zwei Liliputaner, die bis dahin für Münstedts mehrspartiges Unterhaltungsetablissement tätig gewesen waren - sowie die ehemalige Haushälterin Marie Kokesch das Kino weiter.

1945 wird das Kino zerstört, an anderer Stelle neu errichtet.
Nach einigen Angaben wurde das Kino 1955 für immer geschlossen, Bauer (1) und Schwarz (2) nennen jedoch das Jahr 1984 als Schießungsjahr.

Quellen & Links:
(1) Lt. Bauer 1993 05.11.1984.
(2) Schwarz 2003

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