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![]() Das "Capitol" hatte bis zur Einführung des Tonfilms eine ganz besondere Attraktion, einen Mann, "der, beim Orcherster sitend, ein verwirrendes Instrumentarium bediente, mit dem er möglichst synchron zum Bild Geräusche lieferte. Er knallte mit einem Kapselrevolver ebenso bravourös bei Tom-Mix- oder Harry-Piel-Abenteuern, wie er es verstand, das Geräusch eines Eisenbahnzuges samt Pfeifen der Lokomotive hervorzurufen. Bei Szenen im Walde erzeugte er Vogelgezwitscher, und das Zuknallen von Türen war für ihn überhaupt kein Problem." (K. H. Koizar 1986, S. 48) Ab 1922 wurde das Kino für Theatervorstellungen der Bildungsstelle der städtischen Straßenbahnbediensteten des Bahnhofs Erdberg zur Verfügung gestellt. 1962/63 wurde statt des alten Gebäudes an dieser Stelle eine neue, städtische Wohnhausanlage (Architekt: Ferdinand Riedl) errichtet. Das alte Kino mit 900 Sitzen musste der Assanierung weichen. Der neue Bau, nach Plänen von Robert Kotas, wurde in der Kundmanngasse* mit 604 Sitzplätzen errichtet. Am 10. August 1973 wurde auch dieses Erdberger Kino geschlossen. *Die Kundmannstraße hieß früher Sophienbrückengasse und erhielt ihren heutigen Namen 1919 nach dem Bildhauer Carl Kundmann (1838-1919) Fotos aus: Österreichische Kunst, 8. Jg., Heft 7, Wien 1937, S. 24f. |