Der Umbau des von 1850 bis 1918 hier untergebrachten k.u.k. Reitlehrinstituts in eines der größten Kinos der Stadt, 1921, erregte wienweit großes Aufsehen. Das Eos Kino in den Räumen der ehemaligen Militärschule zählte zu den größten der Stadt. In den Zwanzigerjahren beschäftigte der damalige Direktor, Isidor Goldblatt, ein angesehener Cafétier, hier ein 60-köpfiges Orchester zur Begleitung der gespielten Stummfilme.
1930/31 wurde das Kino von Architekt Felix Angelo Pollak ("Herz-Jesu-Pollak") umgebaut. Hans Karl Koizar spricht in seinen Erinnerung an seine ersten Kinoerfahrungen davon, dass das Architektenteam Feuer den Umbau leitete und sein Vater, der akademische Maler Koizar, mit der farblichen Gestaltung des Innenraumes betraut wurde, den er mit einer Crew von nicht weniger als 60 Mitarbeitern in einen nachblauen Raum mit sandfarbener Decke und indirekter Beleuchtung verwandelte. - Das neu eröffnete Prachtkino erhielt den Namen Sascha Palast und bot über 1.200 Sitzplätze, die mit Kopfhörer-Anschlüssen für Schwerhörige ausgestattet waren. Am Portal, Ecke Rennweg und Ungargasse, thronten sechs meterhohe Leuchtobelisken, die die Straße erleuchteten; und zur Eröffnung spielte man, ganz dem Erscheinungsbild dieses beeindruckenden Kinobaues entsprechend, Lichter der Großstadt von und mit Charlie Chaplin. - Friedrich Achleitner hingegen verweist in seinem Architekturhandbuch auf einen anderen Architekten: "Pollaks architektonisch interessanter Bau bildet einen Kontrast zur anschließenden, älteren Kirche und gilt nicht zuletzt dank seiner dominanten Postion als sehr ausdrucksstark. Wegen kriegsbedingter Schäden wurde die ursprüngliche Sandsteinverkleidung, die sich in der Sockelzone, an der Stiegenhausfassade, am Saalportal und im Eingangsbereich befand, entfernt. Das Eos Kino war ursprünglich als Theater- & Vortragssaal für die Herz-Jesu-Klosterschule konzipiert." 1934 wurde aus dem ehemaligen Eos Kino der Sascha Filmpalast, der u.a. in den großen Jahren der "Tonfilmschlager" mit aufsehenerregenden Auftritten wie jenen der Jeritza, die anlässlich der Premiere eines ihrer Filme auf das Vorderdach ihres Autos vor dem Kino stieg und eine Arie sang, in die Wiener Filmgeschichte einging.

1944 zerstörte ein Bombenangriff das Kino. Hermine Kunesch übernahm Teile der Einrichtung sowie die Geräte des völlig abgebrannten Sascha Palastes und ließ damit das ehemalige Eos Kino wieder aufleben. Typisch für das im Verbund mit einem Klostergebäude (Herz-Jesu-Kirche) errichte Kino wurde in den kommenden Jahren auch seine Kinoarchitektur der Fünfzigerjahre mit seinen Lichtreklamen und den Schaufenstern, die das Kino bis zuletzt zu einem der letzten Juwele der ehemaligen "Kinostadt" Wien machte. Nach dem Krieg führte das Haus die Familie Huber, in den Fünfzigerjahren wurde der Saal für Cinemascope-Filme adaptiert.
1993 schrieb Franz Grafl in seinem Buch Praterbude und Filmpalast über das damals noch existierende Kino: "Das Interieur des Eos ist seit der Eröffnung gleich geblieben. [...] Es ist ein erhaltenswertes Kino, das die für Wien so typische Kinorenaissance der Nachkriegszeit zu erzählen weiß: aus einem Theatersaal entstanden, auf Ruinen den Wiederaufbau gewagt, die glorreichen 50er-Kinojahre erlebt, geführt von Individualisten, denen ihre eigenständigen Programmation über alles geht." Nach Karl Sierek zählte das 1993 neben dem Stadtkino einzige erhaltene Kino im dritten Wiener Gemeindebezirk "zu einem der schönsten von ganz Wien" (zit. in Grafl. 1993, S. 195).
Das in den letzten Jahren von Herbert und Elisabeth Huber geführte Kino zählte Ende der Neunzigerjahre zu den ältesten aktiven Kinos der Stadt. Doch auch diese Tatsache konnte das Kino, ähnlich wie viele andere Kinos der Stadt, nicht retten: Die letzte Vorstellung fand am 12. Oktober 2004 statt.
Die Nutzungsrechte gingen im selben Jahr noch an die Kongregation der Dienerinnen des heiligsten Herzens Jesu über, die sich gegen eine weitere Nutzung als Kino aussprach. Die Räumlichkeiten des Kinos stehen heute unter Denkmalschutz.
(Nach anderen Quellen befand sich hier nach 1945 die Postautobetriebsleitung, heute steht hier ein Renaissance Penta Vienna Hotel. Auf welches Kino sich diese Quellen tatsächlich beziehen, ist zurzeit unklar.)
Linzenz & Besitzverhältnisse bis 1933 s. Schwarz 1992, S. 204.

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