In den Jahren 1845-1849 wurde hier eine Schwimmbadhalle nach den Plänen von Eduard van der Nüll und August Siccardsburg errichtet. 1870 entstand über der Schwimmanlage ein Ballsaal, in dem u.a. die Strauß'sche Familiendynastie zahlreiche viel besuchte Konzerte gab und das Etablissement in Wien zu einem der führenden Veranstaltungsorte der Zeit avancieren ließ.
In den letzten Jahren vor der Zerstörung der Sophiensäle fanden hier auch eine Reihe von unabhängigen Theaterproduktionen, aber auch Clubbings und andere Veranstaltungen unterschiedlichster Ausrichtungen statt.

Am 16. August 2001 wurde der historische Veranstaltungssaal durch einen Großbrand schwer beschädigt. Nach jahrelangen Streitigkeiten über den Erhalt des historischen Veranstaltungsortes, die vor allem das Gebäude in Mitleidenschaft zogen, das, u.a. aufgrund der schweren baulichen Schäden, langsam zu verfallen drohte, erwarben nach 2006 der Bauträger Arwag und das Bundesdenkmalamt die Anlage, im August 2006 wurde ein Umbau bzw. die Neuerrichtung der Sofiensäle auf Grundlage der alten Pläne (Rekonstruktion durch den akad. Bildhauer und Restaurateur Gerhard Hollnbucher) ab Ende 2007 angekündigt. Die Bauzeit soll ca. 2,5 Jahre dauern und damit voraussichtlich erst im Jahre 2010 abgeschlossen werden. Was genau danach in den Sofiensälen passieren wird, ist unklar; fest steht zurzeit, dass es keine Clubbings oder größere Konferenzen werden, sondern eher kleinere Bespielungen - die Hoffnung, dass dies auch freie Theaterproduktion beinhaltet, ist also gegeben.

Quelle/n:
Presse, 23.08.2006, S. 9.


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