Die Volksoper wurde 1898 am Währinger Gürtel als Kaiser-Jubiläums-Stadttheater nach Plänen von F. Freiherr von Krauß und Alexander Graf erbaut und unter seinem ersten Direktor Adam Müller-Guttenbrunn (1898-1903) mit Heinrich von Kleists Hermannsschlacht eröffnet. Zunächst fungierte das Haus als Sprechbühne, unter Direktor Simons (1903-1917) wurden auch Opern und Singspiele in das Repertoire aufgenommen. Unter den Direktoren Mader (1917-1919) und Weingartner (1919-1924) avancierte das Haus zur zweiten repräsentativen Opernbühne der Stadt, ging dennoch 1928 in Konkurs und wurde in den Jahren 1929 bis 1931 unter Jakob Feldhammer und Otto Ludwig Preminger unter dem Namen Neues Wiener Schauspielhaus neuerlich als reines Sprechtheater geführt. In den Jahren danach fanden neuerlich Operetten den Weg auf die Bühne dieses Hauses; 1938 wurde das Theater von der Stadt Wien als Opernhaus der Stadt Wien übernommen.
Von 1. September 1944 an mussten alle Wiener Theater geschlossen bleiben, die Kinos dürfen jedoch weiterspielen - und so wird etwa aus dem Opernhaus ab 6. Oktober 1944 für einige Monate das zweitgrößte Kino der Stadt mit nicht weniger als 1.550 Plätzen.
Ab 1945 wird die Volksoper wieder zum Musiktheater, vorerst neben dem dem Theater an der Wien als Ausweichquartier für die Staatsoper. 1946 wurde die nunmehrige Volksoper unter Direktor Juch (1946-1955) in den neu gegründeten Verband der Bundestheater aufgenommen. Neben dem Schwerpunkt Operette werden hier auch Musicals, Ballette und Opern, seit 1999 auch zeitgenössischer Tanz und Opern des 20. Jahrhunderts; seit der Umwandlung der österreichischen Bundestheater in eine Holding 1999 wird die Volksoper als Volksoper Wien GmbH geführt.


1904 (nur bei Opernvorstellungen:) Kaiserjubiläums- Stadttheater- Volskoper
1905 Kaiserjubiläums- Stadttheater- Volskoper
1907 Volksoper- Kaiserjubiläums- Stadttheater



Weitere Angaben
Website: www.volksoper.at

Texte
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Links
www.azw.at/www.architektenlexikon.at/de/180.htm (zu Alexander Graf)

Literatur
O. Fritz (Hg.): 95 Jahre Wiener Volksoper. Wien 1993
Klaus Bachler: Die Volksoper. Wien 1998.

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