1909 gründete Gustav Tschauner (1888-1961) eine Sommerbühne in der Brigittenau. 1938 heiratete der Theaterdirektor die Tochter einer Schaustellerfamilie und übernahm die Bühne der Eltern in der Kendlerstraße. Wenig später zog die Truppe in die Ganglbauergasse und schließlich 1957 an den heutigen Standort in der Maroltingergasse 43, nahm den Spielbetrieb jedoch erst 1959 wieder auf. 1961 starb Gustav Tschauner und das Theater geriet in eine schwere Krise, doch seine Witwe, Karoline Rudolf, kämpfte um den Erhalt des Hauses und konnte es letztenendes zu einer "Institution im Wiener Kulturleben" (2) entwickelte. 1987 verkauft Karoline Janousek-Tschauner die Bühne an das Wiener Volksbildungswerk, die das Theater unter Leitung von Prof. Franz Strohmer und Paul Balon weiterführte. 1988 wurde das schwer einsturzgefährdete hölzerne Pawlatschentheater geschlossen und abgerissen. An seiner Stelle wurde aus Mitteln der Stadt Wien und aus Sponsorengeldern eine neue Bühne aufgebaut und am 4. Juli 1989 unter dem Titel "Original Wiener Stegreifbühne, vormals Tschauner" neu eröffnet.
Am 2. Juli 2009 feierte die Tschauner Bühne unter der neuen Leitung von Anita Zemlyak ihr 100-jähriges Bestehen, 2010 wurde von der neuen Leiterin Tschauner Reloaded ins Leben gerufen. Nachdem Zemlyak 2016 die Leitung der Kulturabteilung der Stadt Wien übernommen hat, wird Monika Erb (1), die Ehefrau des SPÖ-Landtagspräsidenten Ernst Woller, neue Geschäftsführerin der Tschauner Bühne. Gezeigt werden in der traditionellen Wiener Sommerbühne Klassiker wie Jedermann und Die Geierwally, aber auch Schneewittchen & Co.


Quellen & Links:

(1) https://de.wikipedia.org/wiki/Tschauner-B%C3%BChne
(2) Erb ist zugleich auch seti 2016 Geschäftsführerin von Basis.Kultur.Wien sowie Intendantin des Wir sind Wien.Festivals.

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