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Das Moulin Rouge befand sich ab der Nachkriegszeit bis Ende 2011 an der Adresse 1., Walfischgasse 11.

Das 1884 (nach der Regulierung der Walfischgasse) errichtete Wohnhaus, das anstelle von Stallungen entstand, die an Nikolaus Graf Esterházy und 1911 in den Besitz von Benjamin Mautner-Meisels gekommen waren (ursprünglich Konskriptionsnummer 1025), erhielt an seiner Westseite einen pavillonartig gestalteten Flügeltrakt, in dem ein Vergnügungsetablissement untergebracht wurde.

Während des Zweiten Weltkriegs befand sich hier das Kabarett "Schiefe Laterne" mit der angeschlossenen "Rio Rita Bar". Eine am 8. April 1945 in das Dach eingeschlagene Bombe richtete keinen größeren Schaden an.

Nach dem Krieg entstand das "Moulin Rouge" in seiner heutigen baulichen Form (Fassungsraum 240 Personen), in dem neben Striptease auch internationale Varieté-Attraktionen geboten wurden. 1974 wurde der Betrieb von Heinz Werner Schimanko übernommen, der ihn bis Ende der 1990er-Jahre führte. Danach verpachtete er es an Peter Zanoni, der es mit seiner "Moulin Rouge Casino- und Gastronomiebetriebsges. m.b.H." führte. Im Jahr 2000 kam es zum Ausgleich und finanziellen Ende des Unternehmens von Schimanko. Bis Ende 2011 blieb es unter dem bisherigen Namen eine Veranstaltungslokal für Clubbings. Im Dezember 2012 eröffnete nach einjährigem Umbau anstelle des Nachtlokals ein Restaurant der Kette "Vapiano".

Das bis 1938 unter dem Namen "Moulin Rouge" bestehende Unternehmen befand sich hingegen in der Liliengasse 3, Ecke Weihburggasse 9.

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