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Gründung
Erster Besitzer und Lizenzinhaber war die Universal Films et Kinematograph Company, die kurz zuvor bereits den Weltbiograph auf dem Stubenring 20 gegründet hatte. Von hier aus hatte die internationale Company, zu der der Schwede Sigge H. Lundén, die Franzosen Comte de Somzeé, Achilles Vael und Emil Dagobert und der Rumäne Max Rády-Maller zählten, einen zweiten Biographen im Hotel Stephanie auf der Taborstraße 12 eröffnet, demselben Hotel, das zeitgleich die erste künstlerische Wirkungsstätte der Budapester Orpheum Gesellschaft gewesen war.
Und im September 1905 war ein weiterer Betrieb der Company gefolgt: das Grand Etablissement für Skioptikon und Kinematograph auf der Alserbachstraße 39. Mit dem neuen Betrieb in der Praterstraße 66 eröffnete so bereits der vierte Betrieb des europäischen Kinoverbandes.

1905 8. April Weltbiograph, Stubenring 20
1905 September Grand Etablissement für Skioptikon und Kinematograph, Alserbachstraße 39
1905 November Weltbiograph Hotel Stephanie, Taborstraße 12
1905/1906 Dezember/Jänner (?) Weltbiograph, Praterstraße 66

Das Kino war ein frühes Wiener "Tageskino" mit einem Kinobetrieb von 10 bis 22 Uhr, der von einem einzelnen Klavierspieler begleitet wurde.

Eigentümer:innenwechsel

1906 teilte sich die Gesellschaft: Die Company behielt fünf Weltbiographen: auf dem Stubenring 20, in der Favoritenstraße 36, in der Lange Gasse 20, in der Alserbachstraße 39 und in der Mariahilfer Straße 137.
Der davon abgespaltete Rády-Maller, der parallel dazu auch eine eigene Filmverleihansalt leitete, deren Sitz in der Wollzeile 40 war, führte seinerseits weitere Kinos, darunter auch das in der Praterstraße 66, das er nun Maxim Bio nannte. Andere Kinos des umtriebenen Kinogründers befanden sich in Wiener Neustadt, Graz, Budapest, Bukarest und Konstantinopel.
In führte er neben dem Maxim Bio auch das Elitekino auf der Wollzeile 34. Für das Maxim Bio engagierte Rády Maller Karl Schmidt als Geschäftsführer, daneben gab es eine Kassierin, einen Operateur, einen Pianisten, einen Rekommandeur und einen Billeteur.

Als das Kino in Konstantinopel 1911 abbrannte, geriet Mády-Raller in finanzielle Schwierigkeiten, daher das Kino nicht versichert hatte. 1912 ließ Rády-Maller das Wiener Kino dennoch aufwendig sanieren und vergrößern.

Weibliche Leitung des Kinos und Lizenztransfer in den 15. Bezirk
1916 folgte ihm Olga Sattel als Lizenzinhaberin und führte den Betrieb weitere sechs Jahre. 1920 übernahm deren Mann, Otto Sattel, das Arkaden Kino an der Alser Straße 23 (1080 Wien). Nachdem dieser gestorben war, führte Olga Sattel diesen Betrieb ab 1922 weiter. Das Maxim Bio hatte sie bereits 1920 an Sofie Sterba übergeben.

Sofie Sterba übernahm das Kino 1920. Zwei Jahre später erhielt sie jedoch die Lizenz für das größere Alt Wien Kino in der Brunnengasse 38 (1160 Wien) und schloss im Zuge ihres Umzugs an den neuen Standort das Maxim Bio für immer.