Atlantis Kino (25.11.1920-25.05.1970)
Scala/Theater zum Fürchten (seit 1995)
Atlantis Kino - Scala/Theater zum Fürchten
Wiedner Hauptstraße 108

Inhaber:innen/Eigentümer:innen: Atlantis Kino Ges.m.b.H. (1920-1938), Wilhelm Lauer (1938-1945), Atlantis Lichtspiele, Elsa Epstein OHG (1948-1967), Atlantis Lichtspiele, F. Selahettin u. Co. (1967-1970)

Lizenzinhaber:innen/Konzessionär:innen: Wieser'sche Staatsbeamtenspital Stiftung, verwaltet von der Gesellschaft zum Goldenen Kreuz (1920-1926), Landesverband der Kriegsinvaliden (1927-1934), Österreichischer Kriegsopferverband (1934-1938), Wilhelm Lauer (1938-1945), Restitutionsfonds der sozialdemokratischen Organisationen (1948-1970)

Geschäftsführer:innen: Moritz Löwinger (1920-1931), Elsa Epstein-Löwinger (1931-1938), Wilhelm Lauer (1938-1945), Alice Kaufmann (1945), Susanne Epstein-Tscharré (1945-1947), Karl Frailer (1948), Karl Buchner (1951-1967), Elfriede Schreiner (1967-1970)

Fassungsraum: 648 (1922, 36 Logenplätze), 660 (1934), 648 (1948-1970)

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Eisenbahnerheim/Veranstaltungsraum (1913-1919)
Eisenbahnerheim Kino/Eisenbahnerheim Lichtspiele (1919-28.08.1967)
Proberaum des Volkstheaters (1991-2005) - Hundsturm (2005/2006, 2013-2015) - VOLX Margareten (seit 2015)
Volx Margareten - Hundsturm - Volkstheater-Proberaum - Eisenbahnerheim Kino - Veranstaltungsraum Eisenbahnerheim
Margaretenstraße 166 / Ecke Margaretengürtel
Fassungsraum: 412 Personen (1913), 484 (1919), ca. 120 (2013ff.)
Filmhaus Stöbergasse (1910-1996)
Filmhaus Stöbergasse
Stöbergasse 13-15

Fassungsraum: -

Heute befindet sich hier das VHS Polycollege Stöbergasse der Stadt Wien.
Grand Bioskop Theater (1907-Ende 1910)
Grand Bioskop Theater
Pilgramgasse 14-16

Eigentümer: August Zillner

Lizenzinhaber: August Zillner

Fassungsraum: 82 (1909)

August Zillner eröffnete am 7. September 1907 eines der kleinsten Bezirkskinos seiner Zeit. Es befand sich, ebenfalls zeittypisch, in einem Ladenlokal und bot neben wöchentlich wechselnden Programmen auch eine moderne Ventilatorenbelüftung. Nach drei Jahren Spielzeit suchte Zillner 1910 darum an, mit seiner Kinematographenlizenz den Standort zu wechseln. Nach der Genehmigung des Lizenztransfer zog der Kinopionier an die Schönbrunner Straße 89 weiter, wo er 1911 sein Grand Bioskop Theater unter demselben Namen am neuen Standort wiedereröffnete. Mit 180 Sitzplätzen blieb das Kino auch hier eines der kleineren Bezirkskinos. 1912 verließ Zillner auch diesen Standort, nachdem er schwer erkrankt war.
Grand Bioskop Theater/Spenger Kino (1911-1920) - Adria Kino (1920)
Grand Bioskop Theater
Pilgramgasse 14-16

Eigentümer/Inhaber: August Zillner (1911-1912), Josef Schwänzl (1912-1917), Josefine Tastl (1917-1920), Margarethe Wikner (1920)

Lizenzinhaber:innen: August Zillner (1911-1912), Josef Schwänzl (1912-1917), Josefine Tastl (1917-1920), Margarethe Wikner (1920)

Fassungsraum: 180

Zu Jahresbeginn 1911 eröffnete August Zillner seinen neuen Margaretener Kinostandort, unweit seiner ersten Grand Bioskop Theaters und unter demselben Namen (Lizenztransfer). Um die beiden Standorte besser trennen zu können nannte er das neue Kino bald in Spenger Kino um. 1912 musste Zillner krankheitsbedingt abgeben. Neuer Inhaber war Josef Schwänzl (4., Turmburggasse 3), der ab 5. August 1912 auch die Lizenz für den Betrieb hielt. Eine Aufnahme, die aus der Zeit der Neuübernahme stammt, zeigt unter dem Namen Grand Bioskop Theater selbstbewusst den Namen des neuen Betreibers, Josef Schwänzl, davor eine Reihe von vor allem jugendlichen Besucher:innen und im Schaufenster den Hinweis auf den damals laufenden Film, den österreichischen Spielfilm Der Müller und sein Kind von 1911, eine Produktion der Firma Kolm-Fleck, der in diesen Jahren durch zahlreiche Wiener Kinos tourte.
1914 musste Schwänzl Konkurz anmelden, da sich die Beschwerden über den Zustand des Betriebs mehr und mehr häuften, 1916 wurde ihm die Lizenz entzogen, ab 1917 war das Kino wohl tagesbetrieblich einige Zeit geschlossen, ehe es im Dezember 1917 von Josefine Tastl übernommen und wiedereröffnet wurde. Tastl leitete das Kino drei Jahre lang, ehe sie die Lizenz neuerlich weitergab. Dieses Mal an Margarethe Wikner, die die Lizenz ab 21. Mai 1920 hielt, das Kino jedoch damit nicht weiterführte.
1921 wurde aus dem kleinen ebenerdigen Betrieb ein Materiallager der lokalen Firma von Paul Nussbaum.
Heu-, Stroh- und Viehmarkt
Margarethener Orpheum (1923-1928) - Neues Wiener Operettentheater (1928-1938) - Wiener Volksbühne (1938-1945)
Theodor-Körner-Hof (1954-bestehend)
Wiener Volksbühne - Neues Wiener Operettentheater - Margaretner Orpheum
Reinprechtsdorfer Straße 1/Matzleinsdorferplatz
Fassungsraum: ca. 1.200
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Holzdorfer Kino (1906 oder 1907-1912)
Holzdorfer Kino
Reinprechtstorfer Straße 30, Ecke Höglmüllergasse 1a

Inhaber/Eigentümer: Karl Holzdorfer

Lizenzinhaber: Karl Holzdorfer

Fassungsraum: 135 (1909), 162 (1910)

Nahezu zeitgleich zuer Eröffnung des Wiedner-Grand-Kinematograph-Theaters auf dem Matzleinsdofer Platz, das im damaligen Neubau des Wiener Architekten Leopold Fuchs errichtet wurde, eröffnete auch Karl Holzdorfer in einem von Fuchs geplanten Neubau, nur sieben Gehminuten vom anderen Kinoneubau entfernt, ein Kino.
Die Konkurrenz des auf dem Matzleinsdorfer Platz besser gelegenen späteren Metropol Kinos war von Beginn an stark.
1907 erhielt Holzdorfer die Bewilligung, zwei Schaukästen aufzustellen, um sein kleines Kino besser zu bewerben.
1909 ließ er das winzige Kino umbauen und moderner ausgestalten.
Doch bereits im Folgejahr bemühte er sich, erfolglos, um einen neuen Standort im lukrativeren Prater und erweiterte in der Folge die Bestuhlung des Saales.
1912 entschied der Kinoleiter sich, gegenüber auf der Reinprechtsdorfer Straße 33 im 1911 von Erwin Raimann errichteten Neubau ein mehr als doppelt so großes Kino zu eröffnen, das er zuerst im Zuge des Lizenztransfers ebenfalls Holzdorfer Kino nannte, zwei Jahre später jedoch in Austria Kino umbenannte.
Holzdorfer Kino (1912-1914) - Austria Kino (29.11.1914-1927) - Eden Kino (31.10.1927-1939) - Eden Lichtspiele (1930-1945) - Eden Kino (1945-31.05.1970)
Eden Kino - Eden Lichtspiele - Eden Kino - Austria Kino - Holzdorfer Kino
Reinprechtstorferstraße 33 (Lizenztransfer von der Reinprechtstorfer Straße 30)

Fassungsraum: 537

Inhaber:innen/Eigentümer:innen: Karl Holzdorfer (1912-1914), Karl Holzdorfer jun. (1914), Otto Marschall (1914-1934), Albine Marschall (1934-1952), Gabriele und Rochus Markwart (1952-1959), Eden Lichtspiele Markwart & Co. OHG (Gabriele Markwart, Rochus Markwart, Berta Kaufmann (1959-1970)

Lizenzinhaber:innen/Konzessionär:innen: Karl Holzdorfer (1912-1914), Otto Marschall (1914-1934), Albine Marschall (1934-1939), Rochus Markwart (1940-1965), Berta Markwart (1965-1969, im 1. Jahr parallel mit Rochus Markwart), Eduard Kaufmann (1969-1970)

Fassungsraum: 363 (1912-1914), 394 (1914-1927, davon 28 Logenplätze), 537 (1927-1957, davon 50 Logenplätze), 525 (1957-1970)

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Hundsturmer Kino (um 1910-1968*)
Hundsturmer Kino
Schönbrunnerstraße 143

Fassungsraum: 142 (1914), 273 (1922, Einbau von Logen), 300 (1934)

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J. Lutzenbergers Elektro-Bio/Elektro Kino (1905-1906)
J.(osef) Lutzenbergers Elektro-Bio
Margaretengürtel, nahe dem Margaretener Pferdemarkt

Fassungsraum: -



Das kurze Zeit an diesem Standort existierende erste "stehende" Kino des bekannten Wanderkinobetreiber Josef Lutzenberger wurde 1905 eröffnet und zählte zu den weniger exklusiven Kinosälen, der in einer Art Schuppen auf dem Margaretengürtel vor allem den ArbeiterI:innen der Gegend Unterhaltung bot. 1906 gab der Impressario den Standort jedoch schon wieder auf und begann erneut mit mobilen Kinovorstellungen. So gastierte er etwa 1910 drei Wochen lang in einen Kinozelt auf dem Hauptplatz von Mistelbach und war 1914 in Leobersdorf gemeldet.

Links
www.mi-history.at/kino-in-mistelbach
land-noe.at/noe/19jh0226.pdf (Karin Moser 2021, S. 694)
Kinematographentheater - (Erste) Margaretener Lichtspiele - Margaretner (Grand) Kino (1909-1920)
Margaretner (Grand) Kino - (Erste) Margaretener Lichtspiele - Kinematographentheater
Stollberggasse 23a, Ecke Zentagasse 9

Eigentümer:innen/Inhaber:innen: Johann Brazda-Brand (1909-1910), Maria/Marie Wlach (1910-1918), Maria/Maria Grifaton (1918, nach Verheiratung-1919), Martin Votava (1919-1920)

Lizenzinhaber:innen: Johann Brazda-Brand (1909-1910), Maria/Marie Wlach (1910-1918), Maria/Maria Grifaton (1918, nach Verheiratung-1919), Martin Votava (1919-1920)

Fassungsraum: 140 (1914), 139 (1919)

1909 gründete Johann Brazda-Brand ein kleines, zeittypisches Ladeneckkino abseits der größeren Straßen des Bezirks und in einem fünf Jahre zuvor errichteten Wohnhaus. Der unscheinbare Betrieb nannte sich vorerst vermutlich Kinematographentheater. 1910 starb Brazda-Brand unerwartet, und Maria Wlach erhielt die Lizenz zur Fortführung des Kinos, das sie nun in Margaretener Kino umbenannte.
1918 heiratete Wlach den 17 Jahre jüngeren Kriegsheimkehrer Paul Grifaton, mit dem sie von nun an auch beruflich verbunden war. 1919 verließ sie den Standort Stolberggasse 23a und zog mit der auf ihren Namen laufenden Lizenz in die nahe gelegene Margaretenstraße und an einen attraktiveren und größeren Standort, den sie von nun an Schlössl Kino nannte. Das Margaretener Kino verkaufte sie 1919 an den Kriegsinvaliden Martin Votava, der in diesem Jahr auch die Lizenz für den Weiterbetrieb erhielt. Doch bereits im Folgejahr gab Votava den kleinen Standort auf, der sich so nur knapp eine Dekade lang hatte halten können, und musste das Inventar verpfänden.
Margaretner Bürgerkino/Margaretener Bürger Tonkino (1911-1919) - Margaretener Bürger Lichtspiele (1939-1945) Film-Casino (1954-1979) - Filmcasino (1989-)
Filmcasino - Margaretner Bürgerkino
Margaretenstraße 78

Fassungsraum: 438 (1917), 450 (1924-1955), 449 (1955-1979)

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Franzens Kino - Movie Kino (1913-1990)
Movie Kino - Franzens Kino
Schönbrunnerstraße 12

Fassungsraum: 285

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Schlössl Kino - Schlössl Lichtspiele - (1917-2003)
1. Pro-Theater (11.09.2003-2004)
Fotoschule - Schauspielschule - FotoQuartier
Schlössl Kino - Schlössl Lichtspiele/Schlössl Kino
Margaretenstraße 127

Inhaber:innen/Eigentümer:innen:
Marie Wlach (bis 1918), geborene Patak (*1873), verheiratete Grifaton (ab 1918) (1917-1938)
Schlößl-Lichtspiele Grifaton & Patak OHG (1938/39-1965?)
Anton & Ingeborg Langhammer (1965?-1976?)
Commerz-Filmges.m.b.H. Herbert Heidmann (1976?-2003)

Lizenzinhaberin/Konzessionär:innen:
Marie Wlach (1917-1947)
KIBA (1947-1948)
Paul Grifaton (1948-1965?)
Anton & Ingeborg Langhammer (1965?-1972?)
Constantin-Gruppe (1972?-1976)
Commerz-Filmges.m.b.H. Herbert Heidmann (1976?-2003)

Geschäftsführer:innen:
Paul Grifaton (1926-1945)
Ludwig Summer (1945, provisorischer Leiter)
Alfred Migsch (10/1945-1947)
Paul Grifaton (1948-1965?)
Ingeborg Langhammer (1965?-1976)
Josef Hofmann (1976?-2003)

Fassungsraum: 298 (1917), 297 (NS-Akten), 295 (1945, laut Bericht)

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Sommerkino auf dem Bacherplatz (Ende der 1970er-Jahre-?)
Sommerkino auf dem Bacherplatz
Bacherplatz

Fassungsraum: -

Ende der Siebzigerjahre wurden am Bacherplatz erstmals nach bald 50 Jahren im öffentlichen Raum wieder Freiluftvorstellungen gegeben. Man zeigte Filme mit Hans Moser.
Spektakel- Spektakel 2.0 (2010- bestehend)
Spektakel
Hamburger Straße 14

Fassungsraum: ca. 110

Lokal, Kabarett, Kleinkunst, Wiedereröffnung im Februar 2010. Neuer Betreiber ist die "gagster Comedy AG". Die früheren Eigentümer mussten Ende Mai 2009 den Spielbetrieb wegen finanzieller Probleme einstellen.Als Vorbild dienen die Quatsch Comedy Clubs in Hamburg und Berlin.
Wiedner Grand Kinematograph Theater (1906-1917) - Metropol Kino - Metropol Ton-Kino - Metropol Lichtspiele - kino metropol (1917-28.09.1969)
kino metropol - Metropol Kino/Lichtspiele - Wiedner Grand Kinematograph Theater
Matzleinsdorfer Platz 2, Ecke Grünwaldgasse 1

Fassungsraum: 130 (190), 200 (1914), 187 (1922), 184 (1934), 202 (1950)

Inhaber:innen/Eigentümer:innen: Marie Rüppel (1909-1917), Rudolf Pospischill (1917-1921), Leopold Mößlinger, Hans Taschler (1921-1926), Hans Taschler (1926-1938), Maria Taschler (1940), Margarete Tichy (1942), Maria Jecny-Winkelbauer (1952-1969)

Lizenzinhaber:innen/Konzessinär:innen: Marie Rüppel (1909-1917), Rudolf Pospischill (1917-1921), Lorenz Redtenbacher (1922-1929), Hans Taschler (1930-1938), Maria Jecny-Winkelbauer (1952-1969)

Geschäftsführer:innen: Leopold Mößlinger (1921-1926, offiziell), Hans Taschler (1926-1938, offiziell), Maria Jecny-Winkelbauer (1952-1966), Margarete Winkelbauer (1966-1969)

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