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Bis 1978 befand sich an der Stelle des Kinos die Wiener Zentralbibliothek. 1980 gründeten Horst Röber und Leopold Blechinger (Jupitel Film) die City Cinema Gesellschaft und errichteten in der Tuchlauben 13 ein kleines Innenstadtkino, parallel dazu eröffneten die beiden gleichberechtigten Partner auch in Linz ein City-Kino. Die Planung des Kinos erwies sich aufgrund der baulichen Gegebenheiten und der magistratlichen Schwierigkeiten als komplizierter als erwartet. Der erste beauftragte Architekt, Volks Nielsen, stieg nach mehreren Monaten aus. Als zweiter Architekt wurde August Weisshaar engagiert, der bereits beim Kärntner Kino Assistent von Robert Kotas gewesen war und 1969 auch die Schwegler Lichtspiele (Schwegler Straße 31, 1150 Wien) adaptiert hatte. Das Kino hatte drei Säle, die alle von einem zentralen Vorführraum aus bespielt wurden, problematisch war hingegen, dass es keine Klimaanlage gab, sondern nur eine Lüftungsanlage. Das Konzept des Kinos war, zeittypisch für die Jahre der "Kinorenaissance" ab den 1970er-Jahren, einen Saal mit gut laufenden "Kassenschlagern", einen Saal mit anspruchsvolleren Filmen zu bespielen und den dritten Saal mit den damals obligaten "erotischen Filmen" zu bestücken, wobei viele der Filme aus Röbners beiden Filmverleihen Jupiter Film und Fleur Film kommen sollten. Eröffnet wurde am 31. Jänner 1981 mit Fellinis Stadt der Frauen (I 1980) in Saal 1, This is America in Saal 2 und Lulu in Saal 3. Doch die zahlreichen technischen Probleme, die das neue Mehrsaalkino mit sich brachte, wurden rasch zu wesentlichen Kritikpunkten, etwa, dass die Projektionen oft unscharf waren. Nach dem Tod Blechinger übernahm dessen Sohn Hans-Peter Blechinger die 50 Prozent Anteile des Kinos, 1993 kaufte er auch die weiteren 50 Prozent von Röbner und hielt so 100 Prozent der City Cinema Gesellschaft, die er zeitgleich an die Constantin Film weiterverkaufte. 1994 wurde das Kino von Walter Kral umgestaltet, der kurz zuvor das Apollo Kino umgebaut hatte und bereits in den 1970er-Jahren das Kreuz Kino. Mit der Neueröffnung erhielt das Kino auch seinen neuen Namen: Actors Studio, in Erinnerung an Lee Strassbergs New Yorker Schauspielschule. Die Säle wurden modernisiert und verkleinert und bestehen bis heute (Stand: 2023). Alles Kino gibt als Gründungsjahr die 1970er-Jahre an, andere Quellen verweisen auf das Jahr 1913, was sich jedoch auf die Konzession, nicht unbedingt auf den Standort beziehen könnte. Das Kino besteht bis heute. Bis 2007 ein Kino der City Cinema BetriebsGmbH, ist es seither ein Cineplexx-Kino in Besitz der Lichtspieltheater-Betriebsgesellschaft mbH. www.cineplexx.at Zur Vorgeschichte des Ortes vgl. Wien Geschichte Wiki Foto: Angela Heide, 2007 |